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Sozialgesetzbuch

Das deutsche Sozialgesetzbuch (SGB) ist die Kodifikation des Sozialrechts (im formellen Sinn). Im SGB sind die wesentlichen Bereiche dessen geregelt, was heute dem Sozialrecht zugerechnet wird; außerhalb des SGB bleiben insbesondere solche sozialrechtlichen Rechtsmaterien, die nur einen zeitlich oder personell beschränkten Anwendungsbereich haben. 1969 hat der Gesetzgeber mit der Konzeption einer Zusammenfassung von zahlreichen Einzelgesetzen zu einem zusammenhängenden Gesetzeswerk begonnen, die inzwischen sehr weit fortgeschritten ist. Das SGB enthält sowohl Regelungen über die verschiedenen Zweige der Sozialversicherung, die früher in der Reichsversicherungsordnung (RVO) kodifiziert waren, als auch über jene Teile des Sozialrechts, die nicht den Charakter einer Versicherung tragen, sondern als Leistungen staatlicher Fürsorge aus Steuermitteln finanziert werden. 

Gliederung: 

  • SGB I Allgemeiner Teil 
  • SGB II Grundsicherung für Arbeitsuchende 
  • SGB III Arbeitsförderung 
  • SGB IV Gemeinsame Vorschriften für die Sozialversicherung 
  • SGB V Gesetzliche Krankenversicherung 
  • SGB VI Gesetzliche Rentenversicherung 
  • SGB VII Gesetzliche Unfallversicherung 
  • SGB VIII Kinder- und Jugendhilfe 
  • SGB IX Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen 
  • SGB X Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz
  • SGB XI Soziale Pflegeversicherung 
  • SGB XII Sozialhilfe

Für pflegende Angehörige und für pflegebedürftige Personen sind vor allem folgende Sozialgesetzbücher relevant:

  • SGB V Krankenversicherung
  • SGB XI Pflegeversicherung
  • SGB XII Sozialhilfe