Wiki für pflegende Angehörige

Shared decision making

Shared decision making (SDM) ist eine spezifische Form der Interaktion zwischen medizinischem Personal und Patient, welche auf geteilter Information und gleichberechtigter Entscheidungsfindung z. B. bezüglich Diagnose und Therapie basiert (Schreibler 2003). Im Deutschen wird für SDM auch der Ausdruck Partizipative Entscheidungsfindung (PEF) verwendet.

Folgende Punkte charakterisieren das Konzept:

  • SDM verlangt mindestens zwei Teilnehmer/innen
  • Beide Teilnehmer/innen beteiligen sich am Prozess der Entscheidungsfindung
  • Gegenseitige Bereitstellung von Informationen ist eine Voraussetzung des SDM
  • Beide Teilnehmer/innen sind mit der getroffenen Behandlungsentscheidung einverstanden und bereit, sie aktiv umzusetzen.

SDM ist besonders bei chronischen, unspezifischen und schwer zu diagnostizierenden Erkrankungen angebracht bzw. bei solchen mit mehreren Behandlungsalternativen, die unterschiedliche und unsichere Nutzen oder Nebenwirkungen haben.

Bisher wird das SDM-Modell vorwiegend auf die Arzt-Patienten-Interaktion übertragen und es gibt wenige Studien über Entscheidungsfindung im Bezug auf die Krankenpflege. Da aber eine Beteiligung der Patienten und Patientinnen an Entscheidungsprozessen eine Bedingung für gute Pflege darstellt, sollte auch ein Augenmerk auf diesen Bereich gerichtet werden. Insgesamt ist das Konzept des shared decision making ein vielversprechender Ansatz, um die Beteiligung des Patienten, der Patientin zu verbessern.

Schlagwörter: