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Enterostomatherapie

Die Enterostomatherapie befasst sich mit Beratung, Pflege und Rehabilitation von Menschen, die vor dem Hintergrund unterschiedlicher Krankheitsbilder ein Entero- oder Urostoma erhalten haben oder erhalten sollen, die an Stuhl- oder Harninkontinenz leiden oder von einer Wundheilungsstörung oder einer chronischen Wunde betroffen sind. Dem Bereich der Enterostomatherapie wurde darüber hinausgehend in neuerer Zeit der Schwerpunkt spezieller Ernährungsprobleme angegliedert, die aus den Grunderkrankungen resultieren. Die Enterostomatherapie ist ein bislang rechtlich nicht geschütztes Berufsbild. Die Qualifikation erfolgt im Rahmen einer Weiterbildung. Zugangsvoraussetzung ist in jedem Fall die staatlich anerkannte Ausbildung in einem Pflegeberuf sowie bei einigen Weiterbildungsträgern eine zweijährige Berufspraxis. Der Begriff der Stomaberatung bezeichnet demgegenüber das Umfeld der vertriebsorientierten Fachkraft eines Sanitätshauses oder eines Herstellers von Stomaversorgungen, was eine fachliche Qualifikation nicht ausschließt.